Nachhaltigkeit und Neurokinematik©

Guten Workshop gemacht. Übermorgen fast alles wieder vergessen?

Der Begriff Neurokinematik© ist meine synergetische Wortschöpfung. Er setzt sich zusammen aus „Neuro“ (Nerven) und „Kinematik“. Kinematik ist die Lehre der Bewegung von Punkten und Körpern im Raum. Eine zusätzliche Assoziation mit dem Begriff „Automat“ ist dann akzeptabel, wenn der Begriff „Automat“ im Sinne seiner ursprünglichen Bedeutung als „sich selbst bewegend“ verstanden wird – also nicht als fremd gesteuerte Maschine. Neurokinematik© ist demzufolge kein Begriff, der Altes unter einem neuen Label verkauft.

Neuere Forschungen haben gezeigt: Der Zustandswechsel von Personen ist über die Nutzung bestimmter Gehirnstrukturen kinematischen Gesetzen unterworfen. Die Koordinaten im psychischen Raum können in der Praxis der Veränderungsarbeit mit den Koordinaten in physischen Raum verglichen werden. Analog zu den Gesetzen der Dynamik kommt hierbei der Impulssatz der Neurokinematik© zur Geltung. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit – und umgekehrt.

Eine wissenschaftlich fundierte Beschreibung dieses Wechselspiels steht auf der neurologischen Ebene noch aus. Bildgebende CT-Verfahren können zwar die Veränderungen bestimmter Hirnregionen bei Anregungen von außen zeigen. Man kann also nachweisen, dass „etwas passiert“, aber weshalb genau welche Anregungen (Reize) vom Individuum angenommen werden, und warum welche nicht, ist nach wie vor unklar.

  • Wir können aber Aussagen machen über Bewegung im Raum und den Zusammenhang zwischen Bewegung und Motivation.
  • Wir können Aussagen machen über den Zusammenhang zwischen Bewegung im Raum und kreativen Prozessen.
  • Wir können Aussagen machen über den Zusammenhang zwischen Ankern und Bewegung bzw. Position im Raum.
  • Bei der Arbeit mit logischen Ebenen gibt es einen Zusammenhang zwischen Ankern, Bewegung im Raum und Integration – also einen Zusammenhang zwischen neuronalen Prozessen im Cortex und im Stammhirn und Bewegung im Raum. Diesen Zusammenhang nennen wir Neurokinematik©.

Beispiele:

  • In der Psychotherapieforschung gibt es Ansätze den Klienten während der Beratung auf ein Laufband zu stellen. Die Ergebnisse deuten auf Verbesserung gegenüber dem Sitzen.
  • Ergebnisse von Verhandlungen/Sitzungen scheinen sich zu verbessern, wenn Teilnehmer aufstehen und die Stühle entfernt werden.
  • Wenn wir in unserem Prozess bewusst bleiben, spüren wir den Impuls, uns zu bewegen (oder bei Meetings aufzustehen.)

Neurokinematik© verbindet Elemente der Gestaltpsychologie, der Kommunikations-psychologie, der ressourcenorientierten Neurosemantik/NLP, der Themenzentrierte Interaktion und  der Transaktionsanalyse (methodische Sprachanalyse).

Für Coachingprozesse kann das heißen:

Neurokinematische Zielerarbeitung: Zieldefinition ist seit Milton Erickson integrierter Bestandteil jeder erfolgreichen Coachingarbeit. Um die bei allen Menschen vorhandene Grundkompetenz zur Lösung ihrer Probleme (Kompetenzhypothese) weiter zu unterstützen, kann in der Neurokinematik© eine Bewegung aus der Problemtrance induziert werden. Der Zielzustand wird durch Bewegung im Raum, die wiederum eine neurokinetische Veränderung im Gehirn auslöst, aufgebaut. Durch die Veränderung der Raumkoordinaten wird der Zielzustand neurokinetisch verankert (gelernt). Der Zielzustand kann daher wiederholt im Raum aufgesucht werden. Bei Personen mit unklarem Ziel führt das zu einer neuen Vordergrundbildung.

Aus der Coachingpraxis wissen wir, dass bestimmte Interventionen für bestimmte Ziele besser geeignet sind als andere. In unzähligen Coachings hat sich die Kombination von Aufmerksamkeit (des Geistes) und Bewegung (des Körpers) als wirkungsmächtiges Instrument zur Herbeiführung eines gewünschten Zustands erwiesen. In ihrer praktischen Form benutzt die Neurokinematik© deshalb unterschiedliche Werkzeuge, um Veränderungen mit möglichst geringem Widerstandswert zu erzeugen. Unter neurokinetischen Punkten werden hierbei alle bekannten Submodalitäten sowie alle Koordinaten von Zuständen im psychischen Raum zur Anwendung gebracht. Diese Anwendungen haben zu verblüffend schnellen und nachhaltigen Ergebnissen in der fortgeschrittenen Coachingarbeit geführt.

Ich fasse diese Art von Zielarbeit auch gern als „neurokinematsich-intrinsische Kreativität“ zusammen, weil wir wissen, dass jeder Mensch über ihm innewohnende Ressourcen verfügt, mittels derer er durch Anwendung klarer Strategien für sich selbst angemessene (also ökologische) Lösungen erarbeiten kann.

Neurokinematische Kontaktaktivierung: Kontakt entsteht an Kontaktgrenzen. Diese sind, bedingt durch Alltagstrancen, in den meisten Fällen unbewusst. Das führt zu einem Verlust der Kontaktfähigkeit. In der Neurokinematik© wird in einer konkreten Aktion eine Vielzahl der Kontaktgrenzen durch Bewegung im Raum unter Beteiligung des Klienten reaktiviert. Dies führt zu einem bewussten und aktiveren Kontaktverhalten. Kontaktstörungen lassen sich leichter erkennen.

Neurokinematische Arbeit mit logischen Ebenen: Seit Gregory Bateson sind sechs logische Ebenen bekannt, mit denen sich menschliches Verhalten umfassend beschreiben lässt: Umgebung, Verhalten, Fähigkeiten, Glaubenssätze, Identität, Spiritualität. Die Neurokinematik© nutzt die neuronalen Veränderungen, die durch eine Bewegung und Verankerung des Körpers im Raum im Gehirn vor sich gehen (Lernen). Neurokinematik© ist ein Weg mit dem zum Beispiel einschränkende Glaubenssätze, Problemhaltungen und andere Defizite bearbeitet und – besonders wichtig – ihre Integration (Lernen) beobachtet und bei Hemmnissen live bearbeitet werden können. Dies führt zu einer überzeugenden Effektivität und zur Nachhaltigkeit der Interventionen. In ihrer praktischen Form benutzt die Neurokinematik© unterschiedliche Werkzeuge um Veränderungen mit geringem Widerstandswert zu erzeugen .

Neurokinematik© ist beim Deutschen Patent- und Markenamt unter der Nummer 30778093 als Marke eingetragen. Mein Buch dazu ist noch in Arbeit. Die Theorie läuft der Praxis weit hinterher.

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