Neues zum Thema Narzissmus in der Führung (hier: Donald Trump)

Das Tolle an DER WAHL ist: man braucht ab jetzt keine Nachrichten mehr zu lesen, zu hören oder zu sehen, weil sie zukünftig nur noch kabarettistisch sein werden. Oder eine miese Neuauflage der Rocky-Horror-Picture-Show. Echt klasse: In einer einzigen Wahlnacht werden fast alle westlichen Werte weggeschossen, mal eben vernichtet.

Ein Teil der Menschheit hat Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot überlebt; und einige hunderttausend Nordvietnamesen sowie fünfzigtausend US-Soldaten Richard Nixon, den ersten offiziell bestätigten Schurken an der Spitze der westlichen Führungsmacht, nicht. Wir werden auch Trump überstehen. Die Karawane zieht weiter. Gott mit uns! Aber ab jetzt müssen wir wieder mehr beten. Meine Fürbitte für Donald und den Rest der Welt lautet: Herr – wirf Hirn vom Himmel.

Heidegger sagte in seinem letzten Interview mit Rudolph Augstein: „Nur ein Gott kann uns retten.“ Mit uns meinte er die Menschheit. Trump ist kein schrecklicher Unfall (das ist er obendrein noch), sondern die logische Konsequenz einer bedingungslosen Entertainmentkultur; quasi deren finales Showdown, mindestens der Beginn dessen. Narzissmus wird präsidial und bleibt nicht länger in der zweiten Reihe jenseits der Scheinwerfer. Noch einmal, weil es so schön unterhaltsam ist: In einer einzigen Wahlnacht werden fast alle westlichen Werte weggeschossen, mal eben vernichtet!

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